Zwei Ereignisse im Jahr 2019 ließen meinen Atem aus ganz positiven Gründen stocken. Und wenn ich hier so sitze und versuche darüber zu schreiben, ist es irgendwie immer noch ein bisschen unwirklich…muss ich ehrlich gestehen.

Aber blicken wir mal zurück in den Juni dieses Jahres….

Da bekam ich die erste unglaubliche Nachricht. Und zwar habe ich bei dem Fotowettbewerb „Dog Photographer of the year“ des Kennel Clubs in der Kategorie „Rescue dogs“ mit einem Bild von Finn gewonnen. 

Mensch war ich aus dem Häuschen…die Hände zitterten, das Herz pochte und die Augen füllten sich mit Freudentränen. Am liebsten hätte ich diese Nachricht sofort in die Welt hinausgerufen und meine riesen Freude mit allen geteilt, doch musste ich mich in Geduld üben, denn man durfte es erst am 1. Juli verkünden. Was für ein Ehre, was für ein Award und dann noch in dieser Kategorie – die einfach eine ganz besondere Bedeutung für mich hat. Denn ich habe seit meiner ersten Hündin Cindy, die auch aus einem Tierheim stammte, mein Herz an Tierschutzhunde verloren. Eines steht fest solange es heimatlose Hunde gibt, werde ich auch immer wieder diesen Hunden ein neues zu Hause schenken. Ich hätte wirklich in keiner Kategorie lieber gewonnen und dann hab ich noch dazu so einen tolle Preis bekommen. Und zwar darf ich mir eine Tierschutzorganisation aussuchen, an welche 500 Pfund gespendet werden. 

Mein Glück schien weiter anzuhalten, denn gut 2 Monate später folgte die nächste Überraschung.

Freitag Morgen Norwegen. Ich war eigentlich gerade etwas traurig dieses wunderschöne Land verlassen zu müssen und zudem ziemlich nervös weil ich wusste in ein paar Stunden geht es wieder auf die Fähre zurück nach Dänemark….Die Hinfahrt hatte ich ja leider nicht so gut überstanden, denn ich wurde durch den extremen Seegang seekrank…und der Gedanken daran, dass ich vielleicht wieder zusammen gekauert auf der Fähre sitze und mich ständig übergeben muss – verursachte ein nicht gerade positives Gefühl in mir.

Daher versuchte ich mich irgendwie abzulenken und scrollte durch Instagram und ließ mich von den schönen Bildern berieseln. Da bekam ich eine Nachricht von der lieben Diana, die mir zu meiner Platzierung bei den International Pet Awards gratulierte. Ich hatte tatsächlich mit dem Bild von meinem Freund und Finn gewonnen. Ich, ja ich, Anne Geier, hatte die Kategorie „Pets and their People“ bei einem internationalen Fotowettbewerb gewonnen.

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Meine Angst vor der Fähre war wie gelöscht und ich war voller Energie und wusste gar nicht wo hin damit. Ihr kennt bestimmt der Moment, in dem ihr eine so tolle Neuigkeit bekommt, dass man am Anfang auch gar nicht weiß was man damit machen soll -weil es einfach so fantastisch ist, dass es fast schon unwirklich scheint. Und genau so ging es mir…ich erzählte es meinen Freund, und diese tolle Auszeichnung wurde schön langsam greifbarer. Auf der Fähre kreisten dann die Gedanken nur mehr um diesen Award und ich konnte es kaum erwarten Dänemark endlich zu erreichen, meine Emails zu checken und die offizielle Homepage danach zu durchforsten, um es noch einmal zusehen, dass wirklich ICH der Gewinner dieser Kategorie bin.

Als wir ankamen ging ich sofort auf die Homepage und dann zog es mir wirklich gefühlt den Boden unter den Füßen weg.

Unter dem Header stand ganz groß: 

International Pet Photographer of the Year, Anne Geier, Tauplitz, Austria , eine kurze Beschreibung zu mir, und meine 4 eingereichten Bilder und erst dann hat es „klick“ gemacht – ich war nicht der Gewinner in der Kategorie, ich war der OVERALL WINNER. 

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Ich konnte es gar nicht richtig glauben, denn ich wusste welche anderen grandiosen Fotos in diesem Wettbewerb eingereicht wurden. Ich würde euch hier wirklich gerne schreiben was da in diesem Moment in mir vor ging…doch diese Gefühle sind nicht in Worte zu fassen, ich war so stolz …so glücklich und konnte es einfach nicht fassen.

Und dann las ich die lieben Worte der beiden Jury Mitglieder Kirstie und Caitlin zu meinen beiden Fotos. 

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Das war dann mein emotionales Ende… ich wusste gar nicht mehr wo hin mit all den positive Glücksgefühlen….so schöne Worte zu  meinen Fotos…das machte mich so stolz und irgendwie fühlte ich mich so angekommen. Endlich für die viele harte jahrelange Arbeit die Anerkennung zu bekommen, die man sich immer gewünscht hat ist wirklich ein kleines Wunder. Denn wie viele gute Fotografen auf dieser Welt gibt es und wie viele von ihnen werden für immer unentdeckt bleiben. Ich weiß ich bin nicht ohne Grund da wo ich heute bin, denn dahinter steckt viel Fleiß und harte Arbeit, dennoch weiß ich mein Glück so sehr zu schätzen, dass meine Kunst auch entdeckt worden ist. 

Heute, gut ein Monat nach dieser zweiten grandiosen Neuigkeit, sind diese beiden Auszeichnungen auf jeden Fall schon greifbarer, doch oft fühlt es sich dennoch etwas unwirklich an und bereits in einer Woche fliege ich nach England um meinen Award „Dog photographer of the Year – Rescue dogs“ entgegen zu nehmen – einfach verrückt – so positiv verrückt.