Meine Fotografie zeichnet sich vor allem durch einen weichen und verträumten Look aus. Deshalb nutze ich für die meisten Portraits das 85mm 1.4, um eine tolle Freistellung zu erzielen. Ich liebe das Bokeh und auch die Schärfe. Für meine eigenen Hunde nutze ich vor allem die kürzeren Brennweiten und bin da ein ganz großer Fan von dem Sigma Art 24mm 1.4. Ich fotografiere mit Nikon und war immer auf der Suche nach einer etwas längeren und lichtstarken Fixbrennweite für meine klassischen Portraits, aber auch für Bewegungsaufnahmen. Bei Hund und Action ist mir das 85mm meistens etwas zu kurz. Deshalb war ich auch ganz begeistert, als Sigma das 135mm 1.8 auf den Markt brachte. Nikon bietet in diesem Brennweitenbereich nur eine sehr veraltete Linse an. Ich habe mich riesig gefreut, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, das Sigma Art 135mm 1.8 zu testen. Eigentlich decke ich diese Brennweite ja mit meinem 70 – 200 mm 2.8 Teleobjektiv ganz gut ab, aber ich kenne eben auch die Schärfen der Fixbrennweiten. Ich wusste von Anfang an, dass das Objektiv perfekt zu meinem fotografischen Stil passen wird. Die Linse macht allein schon optisch einen ganz tollen und vor allem hochwertigen Eindruck. Das Gewicht mit 1.1kg darf man jedoch nicht unterschätzen. Die Kamera nur mehr mit einer Hand zu halten, um den Hund noch mit der anderen Hand zu lenken, wird da schon schwierig. Ich habe das Objektiv bei einem Fotoshooting, mit den beiden Hunden Ayu und Amy, bei mir Zuhause im Schnee getestet und danach ausgiebig vier Tage lang in Berlin. Schon die ersten Ergebnisse mit dem Objektiv überzeugten mich.
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In Berlin fotografierte ich die Hunde sowohl in der Stadt, als auch in der Natur. Dabei wählte ich bewusst ganz unterschiedliche Lichtsituationen, um auch zu sehen, welche Ergebnisse das Objektiv bei unterschiedlichen Bedingungen liefert. Und ich muss sagen das Objektiv ist wirklich brillant. Man kann auf den Hundeportraits jedes einzelne Haar erkennen. Die Freistellung, die Töne, das Bokeh und die Schärfe sind einfach unglaublich. Ich hatte in keiner Situation Schwierigkeiten mit dem Fokussieren. Es war so gut wie jedes Foto ein Treffer und so konnte ich mich so richtig gut auf die Hunde konzentrieren, da ich wusste ich kann mich auf das Objektiv verlassen.
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Das Fotografieren der Hunde in der schönen Altstadt, die Berlin zu bieten hat, war für mich natürlich ein besonderes Highlight. Diese beeindruckenden, alten Gebäude mit den wunderschönen Säulen bieten die optimale Kulisse um einzigartige Fotos zu machen. Gerade für solche Motive eignet sich das Sigma Art 135mm 1.8 hervorragend, da der Hauptfokus sofort auf den Hund gelenkt wird und diese massiven Säulen durch die Freistellung ganz dezent wirken.
1.1
13
Ich komme ja aus Österreich und wohne in einer Bergregion. Fotos bei Sonnenauf- oder -untergang zu machen, ist daher im Tal so gut wie unmöglich. Der Stand der Sonne ist, bis sie die Berge überwunden hat einfach viel zu hoch und bei Sonnenuntergang verschwindet sie schon viel zu früh hinter den Bergen. Umso mehr hatte ich gehofft in Berlin einmal die goldene Stunde nutzen zu können. Und das Glück war auf meiner Seite. Wir hatten an allen 4 Tagen wunderschönes Wetter. Ich wusste natürlich, dass diese Gegenlichtaufnahmen, die mir da im Kopf herumschwebten, vor allem eine große Anforderung an die Technik stellen wird. Doch nicht für das Sigma 135mm Art. Sogar bei direktem Gegenlicht war es für die Linse ein Kinderspiel den Fokus zu treffen.
1
8.1
Wie schon erwähnt, hat mich das Objektiv schon am ersten Tag, oder besser gesagt in den ersten Minuten, voll und ganz überzeugt. Umso mehr war ich gespannt, wie sich das Objektiv für Bewegungsaufnahmen eignet und ob man damit auch offenblendig schöne Ergebnisse erzielen kann. Gerade für Bewegungsaufnahmen muss man sich ja mit einer neuen Linse etwas vertraut machen. Und so waren auch nach kurzer Eingewöhnungsphase Actionshots kein Problem mehr, und das sogar bei Blende 2! Auch die Königsdisziplin von 2 spielenden Hunden meisterte die Linse mit Bravour. Spielende Hunde abzulichten, finde ich persönlich immer besonders schwer, da man einfach den Bewegungsablauf der Hunde nicht abschätzen kann. Deshalb braucht man gerade dafür einen zuverlässigen und vor allem schnellen Fokus. So macht das Fotografiere von Hunden in Bewegung gleich noch mehr Spaß, wenn man so gut wie keinen Ausschuss mehr hat. Ob schwierige Lichtsituationen oder Hunde in Bewegung, man kann sich auf die Linse in allen Situationen verlassen.
4
Mein Resümee: Das Sigma Art 135mm 1.8 ist das Objektiv mit der wohl besten Abbildungsqualität, welches ich jemals verwendet habe. Ich finde speziell für Portraitaufnahmen ist es unschlagbar. Es ist zuverlässig und schafft es auch unter schwierigsten Bedingungen einmalige Momente festzuhalten. Für mich gibt es deshalb gerade auch für Hundefotografen eine klare Empfehlung dafür. Ich werde wohl noch das 105mm 1.4 genau unter die Lupe nehmen und danach bestimmt meine Ausrüstung um eines der beiden Objektive erweitern.